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Im OT Solsdorf wurde 1150 Jahre Solsdorf gefeiert
Am 28.05.2026 startete Solsdorf in ein aufregendes Festwochenende anlässlich der Ersterwähnung im Jahr 856. Ein ganzer Ort war auf den Beinen und jeder hat seinen Beitrag geleistet. Die Gäste empfing ein bunt und einfallsreich geschmücktes Dorf, dass zeigt, was es hat und kann.

In einem gut besuchten Orgelkonzert unter dem Motto „Eine Reise durch die Zeit“ präsentierte Kantor Böcking Stücke aus verschiedenen Epochen und begeisterte so seine Zuhörerschaft auf unserer Orgel, die aus dem Jahr 1843 stammt. Am Freitag stellte unser langjähriger Ortschronist Dieter Albrecht auf dem Saal des Harraß-Hofes aus einer bunten Auswahl an Fotos die Entwicklung des Ortes, seine markanten und interessanten Stellen und so manche Begebenheit vor. Hierbei kamen nicht nur Ortsansässige sondern auch viele ehemalige Einwohner zusammen und erlebten zwischen Fettbroten und belegten Brötchen einen sehr schönen Abend, der letztlich auch vom Austausch alter Geschichten geprägt war. Auf 4 Schautafeln, die an den kommenden Tagen auch noch zu bestaunen waren und künftig in der Kegelbahn hängen, sind einige Ereignisse zusammengefasst.

Zum Höhepunkt am Samstag bei schönstem Wetter wurden die Besucher mit einem Umzug, der von den Lange Berg Musikanten angeführt wurde, in die Zeit zurückversetzt, als Kinder noch im Ort zur Schule und in den Kindergarten gehen konnten, ein Konsum und die BHG alle mit dem Nötigsten versorgte, ein Ausrufer die aktuellen Nachrichten verkündete und die Gemeindeschwester und die Post noch ansässig waren. Begonnen hat natürlich alles mit Mönchen, die seinerzeit den Ort besiedelten. In einer von Landwirtschaft geprägten Region durften natürlich Traktoren, Leiterwagen und Bauersfrauen mit der dazu gehörenden LPG Küche nicht fehlen. Die Vereine und Unternehmen aus Solsdorf präsentierten sich und schließlich war so manches alt bekannte Fahrzeug zu bestaunen. Auch unsere Gaststätte, die inzwischen in 6. Generation betrieben wird, chauffierte den aus der letzten Nacht hängengebliebenen Gast. In liebevoller Detailarbeit wurden von Nico Aab Schilder zu den einzelnen Festwagen gemalt, an denen der Besucher verfolgen konnte, aus welcher Epoche die Darstellung war.
Im Anschluss wurde die beim Umbau der Kegelbahn wiederentdeckte Statue „ Kind mit Vogel“ vom Königseer Bildhauer Volkmar Kühn aus dem Jahr 1987 an ihrem alten Platz neu eingeweiht und soll genau wie seiner Zeit als Symbol für das gemeinsame Schaffen und den Zusammenhalt im Ort stehen. In einem bestens gefüllten Festzelt bei Kaffee und 18 leckeren Kuchen mussten die Gäste zeitweise ihre Geduld unter Beweis stellen, da die Menge der Menschen nicht immer sofort zu bewältigen war, dennoch blieb kein Magen leer. In der wiedereröffneten Kegelbahn konnte jeder sein Können unter Beweis stellen und die Kinder hatten sowohl beim Basteln, Schminken, Pony reiten, am Forstmobil oder auf der Hüpfburg ihren Spaß. Es konnte die Butterherstellung und auch das Filzen verfolgt werden. Am Abend heizte die Band Galaxis einer begeisterten Menge auf dem Saal so richtig ein und erinnerte an die schönen Veranstaltungen früherer Zeiten- das schreit auf alle Fälle nach Wiederholung, da waren sich viele einig.

Der Sonntag begab man sich nach einem Frühschoppen mit Skatturnier und einem gemeinsamen leckeren Mittagessen von der Fleischerei Mörsdorf auf dem Dorfplatz in die Kirche zum Abschlussgottesdienst mit Pastorin Heide, die in einem Rückblick die Kirchengeschichte passend zum Fest darstellte.
Anlässlich dieser Feier wurde neben einem Becher, der die gesamte Ortsansicht zeigt, auch eine Festschrift erstellt. In unzähligen Stunden (und zum Schluß auch in so manchen Nächten:) entstand unter Anleitung und den kritischen Blicken von Dieter Albrecht mit tatkräftiger Unterstützung seiner Tochter Uta sowie Claudia Kirst und Alexander Herre ein tolles Erinnerungsstück, in dem sich neben der Kurzfassung der Ortschronik Fotografien aller Häuser damals und jetzt, die Kirchengeschichte, unser Heimatlied und kleine Anekdoten finden.
Ich möchte den vielen Mitwirkenden und Helfern, ohne die dieses Wochenende nicht möglich gewesen wäre, auf diesem Weg nochmals danken. Ich bin stolz, dass wir es als Gemeinschaft geschafft haben, eine solche Veranstaltung mit ihren vielen schönen Momenten auf die Beine zu stellen.
Bedanken möchte ich mich auch bei unseren Sponsoren von der Jagdgenossenschaft Solsdorf, den Esso Tankstellen Sonneburg in Bad Blankenburg und Rudolstadt und der Volksbank Bad Blankenburg.
Nicole Müller
Ortsteilbürgermeisterin


