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Archäologische Exkursion zum Reformationstag in Paulinzella
Kloster Paulinzella wurde 1103 von drei Kriegswitwen, der Dame Paulina, deren Familie zu den Großen des Reiches gehörte und zwei Freundinnen, denen die blutigen Fehden zwischen den Amtsgrafen über waren, im Gau Längwitz an der Grenze zum Lande Orla in den sieben Wäldern gegründet. Das Land und ein Häuschen stellte ein Graf Sizzo von Kevernburg-Schwarzburg zur Verfügung, den Paulina gekannt haben muss. Graf Sizzo nannte sich 1123 von Schwarzburg, 1141 von Kevernburg und 1133 von Arnstadt. Das kirchliche Zentrum von Schloss Schwarzburg bildete die Kirche von Allendorf und als Stadt mit Marktflecken entwickelte sich Königsee.
Mit Kloster Paulinzella markierte Graf Sizzo die Grenze zum Land Orla, so wie er mit dem Bergkloster St. Georg bei Georgenthal die Grenze Reinhardsbrunn festschrieb. Die von Arnstadt über Dörnfeld a.d. Ilm kommende Fernhandelsstraße umging vor 1103 den Standort des späteren Klosters und führte von der Gänsetanne östlich von Paulinzella direkt nach Sitzendorf bzw. Schwarzburg und das Tal unterhalb von Paulinzella querend über den Fuchsbusch nach Wüstung Althorba und weiter nach Königsee. Mit der Gründung des Klosters verlagerte sich der Verkehr am Talkloster vorbei als Hochstraße nach Althorba, wo sich die ältere und jüngere Straße Richtung Königsee vereinten. Am Rande des Hohlwegfächers ist am Hang eine mittelalterliche Köhlerstelle erkennbar, welche dieses alte Waldgewerbe für den Raum Paulizella-Königsee belegt.
Die archäologische Exkursion beginnt nach einem Vortrag zu den Anfängen des Klosters Paulinzella und der Dörfer Althorba und Horba zum Hohlwegfächer am Fuchsbusch und seiner Meilerstelle, Treffpunkt ist die Kirche von Horba um 10.00 Uhr. Wanderschuhe sind erforderlich.


