Kinderfasching im OT Horba


Ihr Narren, hört, es ist soweit,

in Horba herrscht die Heiterkeit!

Ich steh’ hier oben, schaut mich an,

als stolzer Seestadt-Kapitan.

Zwar grüßt man im Lande mit „Helau“,

doch wir in Horba wissen’s genau:

Vergesst „Helau“, "Alaaf" und Einerlei,

Wir hier rufen: Seestadt Horba – Ahoi!

 

Ein Pfarrer war’s, vor manchem Jahr,

der sprach ein Wort, so wunderbar.

In seiner Predigt, tief im Fluss,

gab er uns einen Meeres-Kuss.

Er nannte uns „Seestadt“ – welch ein Segen,

das kam den Altvorderen glatt entgegen!

Seitdem ist Horba weltbekannt,

als Küste mitten im Thüringer Land.

 

Wir suchen den Hafen, wir suchen das Meer,

doch meistens ist der Teich halb leer.

Dafür gibt’s ein Highlight, das jeder kennt:

Das Entenhaus, wo bald die Ente pennt!

Ein Luxus-Domizil, fein säuberlich gebaut,

da hat selbst die Katze Bauklötze gestaunt.

Doch damit die Flotte auch richtig kann schwimmen,

muss mancher erst noch die Ärmel hochtrimmen.

Die Teich-Sanierung steht an, das wird ein Projekt,

bis im Schlamm kein einziges Schilf mehr steckt.

Dann glänzt unser „Ozean“ frisch und bereit,

für die nächste große Seestadt-Zeit!

 

Doch fährst du heute durch den Ort,

treibt’s dich vor Schreck fast wieder fort!

Die Straße gleicht ’ner Mondlandschaft,

was keiner hier zu flicken schafft.

In jedem Loch, da ruht ein See,

beim Drüberfahr’n tut’s Auto weh.

Ist’s Kunst? Ist’s Krater? Man weiß es kaum,

für jede Werkstatt ist’s ein Traum!

 

Wir brauchen keinen Steg und kein Boot,

wir retten uns selbst aus jeder Not.

Denn was unsere Gemeinschaft zusammenhält,

ist nicht zu bezahlen mit Gold oder Geld!

Es sind die Aktiven, die ackern und seh’n,

dass wir in Horba niemals untergeh’n.

 

Der Feuerwehrverein, man glaubt es kaum,

macht’s Teichfest wahr – ein Sommertraum!

Und wenn im Winter der Frost uns erwischt,

wird beim Weihnachtsbaumverbrennen 

     die Jugendwehr frisch.

Da brennt nicht nur’s Holz, da brennt auch das Herz,

für unser Dorf – und das ist kein Scherz!

 

Doch wenn der Frühling die Kälte vertreibt,

man sich in Horba die Hände reibt.

Unsere Frauen im Dorf, mit flinkem Geschick,

wickeln die Osterkrone – welch ein Prachtstück!

Und wer bringt das Kunstwerk aufs Wasser hinaus?

Die Feuerwehr rückt an, zum großen Applaus!

Sie setzen die Krone auf den Dorfteich, ganz sacht,

damit ganz Horba im Osterglanz lacht.

 

Der Fußballverein lässt das Leder fliegen,

beim Turnier wollen alle natürlich auch siegen.

Doch nach dem Abpfiff, da sind wir uns einig:

Ein Bierchen zusammen – das ist ganz beschaulich!

 

Dann kommt die Kirmes, das Fest aller Feste,

der Jugend- und Heimatverein lädt die Gäste.

Und damit die Stimmung auch heute so kracht,

hat die Bastelgruppe diesen Fasching gemacht!

Mit Schere und Kleber, mit Herz und mit Fleiß,

sind sie der Motor in unserm Kreis.

 

Die Jugend legt auch noch ’ne Schippe drauf,

nimmt die Renovierung vom Jugendheim in Kauf.

Sie hämmern und pinseln, sie machen es schick,

für die Zukunft von Horba - ein Meisterstück!

 

Doch nicht nur am Ball wird sich hier bewegt,

auch in der Gymnastik wird Sport noch gepflegt!

Und die Gymnastikgruppe, so fit und so heiter,

turnt sich durch’s Jahr und macht immer weiter.

Sie organisieren mit Herz und mit Schwung,

die Rentnerweihnachtsfeier – für Alt und für Jung!

 

Ob Blumen am Wegrand, ob Ordnung im Ort,

viele sind fleißig – hier zählt noch das Wort.

Wer sich für’s Ortsbild und die Nachbarn bemüht,

dafür sorgt, dass die Dorfgemeinschaft so blüht:

Euch allen gebührt ein dreifacher Gruß,

weil man vor so viel Einsatz den Hut ziehen muss!

Mit Humor als Anker und Frohsinn als Wind,

weil wir nun mal echte Seestädter sind!

 

Doch eines muss ich euch heute gestehen,

man muss ja mit der Zeit und der Technik gehen!

Bevor ihr jetzt denkt, ich wär’ ein Genie,

der alles so reimt mit viel Fantasie:

Dafür saß ich nicht nächtelang wach,

ich holte mir ’ne KI unter's Dach!

Ein Computer im Internet, weit weg von hier,

der kennt zwar kein Seestadt-Dorf-Elixier,

doch füttert man ihn mit „Teichfest“ und „Saufen“,

lässt der die Reime ganz prächtig laufen.

Sogar vom Entenhaus hat er gewusst,

und schrieb diese Rede mit richtiger Lust!

Doch eines, das weiß die Maschine nicht,

das steht in keinem Computerbericht:

Wie unser Herz in der Seestadt hier schlägt,

und wie man gemeinsam die Freundschaften pflegt.

Das kann kein Programm und kein Roboter spüren,

nur wir können Horba zum Feiern entführen!

 

Und seht nur, wer heut’ zu uns herfand,

In die Seestadt Horba, wohlbekannt.

Prinz Kunibert mit Zepter und Schwung,

hält unsre gute Laune auf Jung!

An seiner Seite, ein strahlendes Licht,

Ihre Lieblichkeit Anja – ein wahres Gedicht!

Aus Königsee sind sie herbeigeeilt,

Wir freu'n uns, dass ihr heute bei uns verweilt!

 

Ich zieh’ den Hut, die Reise geht weiter,

bleibt alle närrisch und bleibt alle heiter!

Seestadt Horba - AHOI!!!

Christina Schlegel