Trio Triton auf Schloss Heidecksburg


Als erstes Konzert im Rahmen der Thüringer Schlössertage 2023 findet am Freitag, 26. Mai 23 um 18.00 Uhr im Festsaal von Schloss Heidecksburg Rudolstadt ein Klaviertrioabend mit dem Trio Triton statt. Es spielen Marius Sima (Violine), Claudia Schwarze (Cello) und Ralph Neubert (Klavier).

Zu Beginn steht das Klaviertrio D-Dur op. 70.1 von Ludwig van Beethoven, dem so genannten „Geistertrio“. Die wichtigste kammermusikalische Uraufführung im Gewandhaus Leipzig der Saison 1840 war Mendelssohns erstes Klaviertrio in d-Moll. In Leipzig löste das Trio größte Begeisterung aus. Robert Schumann jubelte, als er in der „Neuen Zeitschrift für Musik“ seine Rezension des Werkes veröffentlichte. Er verglich Mendelssohns d-Moll-Trio sofort mit dem „Geistertrio“ von Beethoven sowie mit dem großen Es-Dur-Trio von Schubert: „Es ist das Meistertrio der Gegenwart, eine gar schöne Komposition, die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird.“ Für Schumann knüpfte Mendelssohns Kunst, „die jetzt beinahe in ihrer höchsten Blüte zu stehen scheint“, an die Klassiker an und war doch Gegenwartskunst im besten Sinne: „Er ist der Mozart des neunzehnten Jahrhunderts, der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt.“

Nach der Pause erklingt Ravels Klaviertrio - ein Kammerwerk, das 1914 komponiert wurde. Das Trio, das Ravels Kontrapunktlehrer André Gedalge gewidmet ist, wurde im Januar 1915 in Paris von Alfredo Casella (Klavier), Gabriel Willaume (Violine) und Louis Feuillard (Cello) uraufgeführt. Bei der Komposition des Trios war sich Ravel der kompositorischen Schwierigkeiten bewusst, die das Genre mit sich bringt: wie man die gegensätzlichen Klangfarben des Klaviers und der Streichinstrumente in Einklang bringt und wie man ein Gleichgewicht zwischen den drei Instrumentalstimmen erreicht. Durch u.a. Erweiterung der Klangfarben gelang Ravel hier ein Meisterwerk.

Bereits in 2022 war das Trio Triton mit Kolleginnen und Kollegen der Thüringer Symphoniker mit dem Forellenquintett zu „225 Jahre Franz Schubert“ auf Schloss Heidecksburg zu Gast.

Marius Sima, Violine, stammt aus Kronstadt (Brasov) in Siebenbürgen. Er studierte Violine an der Musikhochschule Weimar bei Karl Suske und Wolfgang Marschner sowie Vladimir Malinin in Moskau. Danach erhielt er den 1. Preis beim rumänischen Nationalwettbewerb. 1984 wurde er Konzertmeister in Kronstadt und 1990Konzertmeister der Jenaer Philharmonie. Seit 1999 unterrichtet er an der Musikhochschule Weimar und erteilt Kammermusik und Violinkurse in ganz Deutschland, Spanien, Italien und Rumänien. Seit 2022 Violinist im Trio Triton mit Claudia Schwarze und Ralph Neubert.

Claudia Schwarze, Violoncello stammt aus Osnabrück. Mehrfache Preisträgerin bei Jugend musiziert, Mitgliedschaft im Bundesjugendorchester, Studium an den Musikhochschulen Hannover, Hamburg und Lübeck bei Rudolf Metzmacher, Klaus Storck und David Geringas. Meisterkurse bei Enrico Mainardi, Turin, Jacqueline du Pré, London und Laszlo Mezö, Weimar. Instrumentalpädagogisches Examen, Orchesterdiplom mit “Sehr gut” und Konzertexamen “Mit Auszeichnung”. Vielfältige Konzerttätigkeit durch Europa, USA, Israel u.a. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen. Neben dem Schwerpunkt als Kammermusikerin lang als erfolgreiche Cellopädagogin tätig, auch mit berufsbildendem Ziel.

Ralph Neubert, Klavier studierte zunächst am Julius Stern Institut der HdK Berlin bei Ingeborg Peukert und Karlheinz Kämmerling. Nach Stationen in Hannover, Pforzheim und an der Deutschen Oper Berlin ist er seit 2009 als Studienleiter am Theater Erfurt. Er spielte als Solist mit großen Kulturorchestern. Als Liedbegleiter arbeitete er mit u. a. mit Julian Freibott, Vazgen Ghazaryan, Marisca Mulder, Ilia Papandreou und Peter Schöne zusammen. Eine regelmäßige, kammermusikalische Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Pianistin Miku Nishimoto-Neubert, dem Violinisten Marius Sima und der Cellistin Claudia Schwarze-Nolte.

 

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